Der Öko-Wahn der letzten Jahre scheint – gelobt sei die Krise – endlich etwas zu verenden. Wurde auch Zeit, konnte ich doch all die Dinkelbrötchen in Händen von Leuten, denen ansonsten doch auch alles scheißegal ist, nicht mehr sehen. Man kann sich nun also wieder getrost den Dingen widmen, die Spaß machen. Wunderbar!
Generell sieht ja selbst ein kritischer Zeitgenosse (auch gern als „zynischer Pessimist“, „negativer Penner“ oder „Schwarzseher“ verschrien) wie ich, dass es voran geht. Dachte ich zumindest. Das man es sieht. Aber die Medien ignorieren das, die Menschen jammern dennoch und ein Problem folgt auf ein Problem. Stellt sich die Frage, ob nun ich Altersmilde werde oder die anderen anfangen, negativer zu schauen.
Nehmen wir die „Eurokrise“: es ist keine Krise. Der Euro sitzt mit einem Tee zuhause und sieht den Sturm vor seinem Fenster entspannt mit einer Tafel Schokolade und einer Staffel Mad Men zu. Was soll passieren? Griechenland geht pleite? Sind sie längst. Wird deshalb ein Maschinenbauer aus Hessen jetzt aufhören, Maschinen zu bauen? Wird H&K jetzt keine Maschinenpistolen für „die Polizei“ mehr bauen? Ich denke nicht. Egal was passiert: es passiert nichts handfestes. Aber das Geschrei, das ist groß. Und laut. Mir klingeln schon die Ohren!
Der Rest der Welt? Demokratie mit einem islamischen Schlag wird geboren und lernt hoffentlich schnell laufen. Die Geburt allein ist aber mehr, als ich je gehofft hätte. Dafür einen Applaus? Scheint schon nicht mehr zu interessieren, eher füllen wir Schlagzeilen damit, dass Gaddafi vielleicht nicht rechtmäßig starb. Diktatorenkrankheit eben. 30 Jahre Hass kann man mit goldenen Pistolen nicht gut machen [und ich will nicht sagen, das ich für Lynchjustiz bin! Punkt ist eher, das es irrelevant ist, da nicht zu klären und selbst verschuldet].
Asien kommt dieses Jahr auch gut weg. Sowohl wirtschaftlich als auch mit den Naturkatastrophen. Ich höre zwar das „aber Thailand!“, überhöre das aber auch gleich wieder, da Thailand gute Selbstheilungskräfte hat und das im Vergleich zu den letzten Jahren nahezu gnädig von Mutti Natur verteilt wurde.
Neue Kriege in Afrika? Aufflammen von Bürgerkriegen? Erstaunliche Ruhe. Gut, Waffen kosten Geld und das hat gerade keiner, aber es scheint doch zumindest so, dass die Despoten ein schlechtes Jahr haben. Die Menschen in Afrika auch – aber das wissen wir alle schon immer. Klügere haben versucht das zu lösen und scheitern. Daher kann man einen schwarzen Gedanken haben, aber als ein Kriterium für eine schlechte Analyse der Entwicklung der Welt taugt es auch nicht.
Und hey, auch die Karibik ist fast Despoten-befreite Zone. Wenn Kuba schon anfängt die Märkte zu öffnen – wer will da noch an die Kubakrise denken? Gut, auch die sind noch arm, verhungern und leben mit einer Infrastruktur von ca. 1810 (die Plantagen ….), aber zumindest klaut jetzt nicht alle 2 Jahre ein Despot alles, was man besitzt. Inklusive Frau und Kind.
In der Summe ist also alles gar nicht so schlecht. Und auch persönlich stehen ja noch Veränderungen an, die auch nur positiv werden können. Scheiße, mir scheint die Sonne aus dem Arsch! [natürlich nicht, nur kommt der Gedanke auf wenn man in die Medien schaut]. Tja, und nun steht auch eine Phase wunderbarer Reisen an und der Jahresurlaub (den ich dringend, dringend brauche) auch. Und dann kann mich der Euro doch eh mal gern haben. Großer Vorteil der Menschen ohne Geld: wenn du nichts verlierst, hast du nicht verloren. Vielleicht sollten wir uns also eine echte Krise, die wir alle [in Finanzfragen/Global] nicht kennen, wünschen. Denn wir sind lebensfähig, die Großverdiener auch?
In dem Sinne …..














