Gute Sache, so eine Familie.
Funktioniert nur so selten. Witzigerweise – und das hätte mir vor 10 Jahren jemand sagen sollen – funktioniert das bei uns ja wirklich. Nicht nur das neben Bruder und Schwester jetzt auch ein Teil vom Genpool hier reinschaut (oder beide? Öffnet Vatti für Mutti das Tor zum Internet?), nein, wir verstehen uns auch ganz wunderbar. So sind die beiden anderen Sprößlinge gerade in Rom gewesen, nachdem ich am mit der Schwester in Hamburg weilen durfte. Nicht nur das wir sehr viel Spaß auf der Fahrt hatten, es ist auch erkennbar das wir wirklich alle 3 gleiche Muster haben. Muss wohl Erziehung sein. Eine Gute.
Auf der anderen Seite ist es ja so, das unser Genpool ganz allgemein entweder wohl einfach etwas schlecht ist und alle sterben, oder aber die Frauen der Familie kriegen nicht genug Kinder. Gut, nicht das wir Jungs jetzt gerade viel vorlegen, aber so oder so: die Familie stirbt aus. Umso wichtiger sollten die Reste sein. Dummerweise hat sich jetzt gezeigt, das ein Teil des letzten Restes außerhalb der Kernfamilie gern ein Verhältnis mit Deutschland hätte. Denn – und das war zu ahnen bei einem Fan von Rot Weiß Essen – es zeigt sich eine Vorliebe für “Blut und Ehre” Theorien. Es wird an Dolchstöße geglaubt und “die Ehre” des Volkes auch sehr ernst genommen. Das ich Hirngefickten aus diesem Spektrum mit nichts weiter als vernichtender Abscheu gegenüberstehe, muss nicht betont werden. Doch hier kam ein großes Problem auf – das ich seitdem versuche zu lösen (Sozialwissenschaftler … Pack. Ich sag es euch!).
Das Problem: Nazis sind davon überzeugt, das die Gesellschaft ihr Denken nicht aktzeptiert, weil wirklich ausnahmslos ALLE von dummen Linken und den Gleichmachern gehirngewaschen wurden und man darum einfach seine – nur ehrliche und gerechte Meinung – nicht sagen darf. Das führt dazu, das jedes Argument als linke Propaganda gilt und egal was man sagt, überhaupt nicht durchdringen würde. Unbelehrbar … ich hätte eigentlich abgestritten das sowas möglich ist. Doch im nationalistischem Spektrum scheint es so zu sein. Ich hatte dann eine lange Nachricht geschrieben und in einem Anfall von Helfersyndrom dachte ich kurz, dass die Vernunft siegen wird.
Ich habe es nicht abgeschickt. Jemand der meint, dass Leute wie ich (oder mein Brüderchen, oder meine Freunde, oder oder oder) linker Abschaum sind …. dem will ich nicht helfen. Da gilt, was mein Bruder auch schrieb: Geh sterben. Man muss nicht jedem helfen und Nazis helfe ich nicht. Die pinkel ich nicht mal mehr an, wenn Sie brennen.
Man steht dann dennoch etwas hilflos da, fast wie bei jemandem der sagt “9/11 war doch vom CIA geplant!”. Klar, wenn man will lassen sich in alle Dinge auf der Welt Verschwörungen reindenken. Aber was gibt einem das? Man wird niemals einen schlagenden Beweis bekommen (es sei denn, man dachte über Watergate nach. Dann schon) und man stellt sich freiwillig in eine Ecke, in der nur noch sehr, sehr wenige Menschen mit einem sind.
Und das war es jetzt auch schon. Die Arbeit ruft, so wie immer. Auch so eine Ecke, wo sehr, sehr wenig Menschen mit einem sind. So long …